Vielfältig – Die Kraft der Diversität

Die menschliche Vielfalt ist als gesellschaftliches Potenzial wertzuschätzen und bewusst zu fördern. Dimensionen von Vielfalt sind dabei insbesondere Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Behinderung, Religion und kulturelle Weltanschauung sowie sexuelle Identität. Dabei kommt den Führungskräften im öffentlichen Dienst eine Schlüsselrolle zu. Sie müssen den Mehrwert dieser Dimensionen von Vielfalt kennen, verstehen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorleben.

Das Gemeinwohl geht alle an.

Unsere Gesellschaft hat dieses Gemeinwohl in erster Linie in die Hände des öffentlichen Dienstes gelegt. Um den Belangen des Gemeinwohls gerecht zu werden, braucht der öffentliche Dienst eine vielfältige Beschäftigtenstruktur, die besser unterschiedliche Bedürfnisse aller gesellschaftlichen Gruppen aufnehmen, abbilden und auf diese reagieren kann. Der öffentliche Dienst muss Spiegel und Vorbild der Gesellschaft sein, und die Vielfalt der Gesellschaft hat sich in der Beschäftigtenstruktur abzubilden.

 

Die Vielfalt der sich verändernden Gesellschaft muss im öffentlichen Dienst und in seiner personellen und organisatorischen Aufstellung und Ausrichtung Beachtung finden. Dabei geht es sowohl um die Bedürfnisse vorhandener und künftiger Beschäftigter als auch um die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an eine Verwaltung, die sich der gesellschaftlichen Vielfalt bewusst ist und diese berücksichtigt. Zurückzuführen ist dieser Anspruch auf den Wertekanon des Grundgesetzes, der im Gleichheitssatz des Artikels 3 Grundgesetz sowie im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) seinen konkreten Niederschlag findet. Die menschliche Vielfalt ist als gesellschaftliches Potenzial wertzuschätzen und bewusst zu fördern. Dimensionen von Vielfalt sind dabei insbesondere Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Behinderung, Religion und kulturelle Weltanschauung sowie sexuelle Identität. Je nach Situation und Kontext können auch weitere Aspekte von Vielfalt bedeutsam sein, beispielsweise (Aus-)Bildung, sozialer Status, Familienstand und Einkommensverhältnisse. Vielfalt im Sinne von Diversity umfasst Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Damit ist gemeint, dass Menschen Gemeinsamkeiten teilen, sich gleichzeitig aber auch in zahlreichen Aspekten voneinander unterscheiden.

 

Jede Behörde und öffentliche Einrichtung ist gekennzeichnet durch ihre konkrete Aufgabe und deren Erledigung, durch gelebte Werte und Haltungen. Dabei wirken sich ein wertschätzendes Miteinander auf allen Ebenen und ein gutes Arbeitsklima auf den Erfolg der zu erledigenden Aufgaben und die Motivation aller Beschäftigten aus. Die Förderung von Wertschätzung muss zunehmend stärker als strategisches Handlungsfeld in der Personalpolitik verstanden werden, um auch insoweit die Attraktivität des öffentlichen Dienstes für den Nachwuchs zu steigern und die Identifikation der Beschäftigten mit ihrer Behörde und Aufgabe zu stärken.

 

Dabei kommt den Führungskräften eine Schlüsselrolle zu. Namentlich geht es insbesondere um ein Bewusstsein für die Vielfaltsdimensionen Alter, Beeinträchtigung, Geschlecht und Herkunft. Führungskräfte im öffentlichen Dienst müssen den Mehrwert dieser Dimensionen von Vielfalt kennen, verstehen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorleben. Flankiert werden muss dieses Vielfalt berücksichtigende Verständnis von Personalführung durch Maßnahmen der Verwaltungsorganisation. Arbeitszeitmodelle müssen weniger starr und damit wesentlich flexibler ausgestaltet und gelebt werden. Prozesse sind so zu steuern, dass Raum für Rücksichtnahme auf individuelle Stärken und Bedürfnisse der Beschäftigten genommen werden kann ohne das Erreichen des gemeinsamen Zieles, des konkreten Arbeitsergebnisses aus den Augen zu verlieren.

Inklusion

Die Digitalisierung der Arbeitswelt kann Menschen mit behinderung auch im öffentlichen Dienst neue Chancen auf Teilhabe ermöglichen. Dafür muss zwingend eine beeinträchtigungssensible Personalpolitik und Führung praktiziert werden.

 

Alte Rollenbilder überwinden

Mit dem Wandel der Arbeitswelt verändern sich auch die Ansprüche der Beschäftigten an ihren Arbeitsplatz. Nicht nur junge Menschen ziehen eine Arbeitsumgebung mit flachen Hierarchien vor, in der sie die eigenen Stärken besser einbringen können. Arbeitgeber müssen den neuen Ansprüchen Rechnung tragen, um weiterhin motiviertes Personal zu rekrutieren.

 

Kulturelle Vielfalt als Chance

Um den Beschäftigungsanteil von Menschen mit Migrationshintergrund zu erhöhen, müssen Hemmnisse bei der Rekrutierung abgebaut und die interkulturelle Kompetenz der Beschäftigten gestärkt werden.

 

Vielfalt in Ausbildung und Qualifizierung

Die Kompetenz, mit Vielfalt umzugehen, wird zur Schlüsselqualifikation und muss entsprechend bereits in der Ausbildung verankert werden.

„Aufbruch – Der öffentliche Dienst der Zukunft“ (PDF)

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