Kulturelle Vielfalt als Chance

In Deutschland leben seit Jahrhunderten Menschen mit verschiedener kultureller Herkunft zusammen. Das bereichert unsere Gesellschaft und ihren öffentlichen Dienst – verstanden als Spiegel der Gesellschaft – nachhaltig. Um vor diesem Hintergrund den Beschäftigungsanteil von Menschen mit Migrationshintergrund zu erhöhen, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Die potenziellen Bewerberinnen und Bewerber sollten die Chance bekommen, sich für eine Karriere im öffentlichen Dienst zu interessieren; ein wichtiger Hinweis etwa für die Gespräche von Eltern mit ihren Kindern in Migrantenfamilien. Dort gehört der öffentliche Dienst bisher viel zu selten zu möglichen Berufsfeldern. Hemmnisse bei der Einstellung müssen abgebaut (z. B. durch anonymisierte Bewerbungsverfahren) und interkulturelle Kompetenz insgesamt gestärkt werden – denn nicht selten kommt es im Alltag zu Konflikten, die durch Verwicklungen bei der Begegnung unterschiedlicher Kulturen entstehen können. Dieser Aspekt muss noch stärker Bestandteil der Aus- und Fortbildung werden.

 

Nur durch dauerhaftes Bemühen, Überdenken und Erneuern von Initiativen und Rahmenbedingungen (personelle Ausstattung und Qualifizierung) wird es gelingen, Personen mit Migrationshintergrund stärker in den öffentlichen Dienst zu integrieren.

Interessenvertretungen und Arbeitgeber werden in Zukunft folgende Punkte miteinander klären müssen

  • Interkulturelle Kompetenz muss als Befähigungsmerkmal grundsätzlich in Betracht gezogen werden.
  • Interkulturelle und Sprachkompetenzen aller öffentlich Beschäftigten sind kontinuierlich zu fördern.

Ansatzpunkte für Betriebs-/Personalrat

  • Einwirken auf den Arbeitgeber/Dienstherrn hinsichtlich der Entwicklung und Festschreibung diversitätssensibler Einstellungskriterien
  • Einsatz dafür, dass die Vorgaben des § 68 Abs. 1 Nr. 6 BPersVG, wonach die Eingliederung ausländischer Beschäftigter und das Verständnis zwischen ihnen und den deutschen Beschäftigten zu fördern ist, tatsächlich gelebt werden

„Aufbruch – Der öffentliche Dienst der Zukunft“ (PDF)

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