Tarifverhandlungen Bund und Kommunen:

Was haben Senioren damit zu tun?

Der dbb hat seine Hauptforderungen für die Einkommensrunde 2014 bei Bund und Kommunen formuliert: Eine lineare Einkommenserhöhung um 3,5 Prozent sowie eine Sockelerhöhung um 100 Euro. Eine weitere zentrale Forderung ist die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Unmittelbar und mittelbar betroffen werden hiervon die rund 2,1 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Bund und Kommunen sowie die Beamten und Versorgungsempfänger/innen des Bundes sein. Hier gilt es, das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf den Beamtenbereich zu übertragen.

Auch wenn also die Auswirkungen für die Versorgungsempfänger nur mittelbar sind und für die Rentnerinnen und Rentner lediglich über die Rentenanpassungsformel zum Tragen kommen, wollen wir Senioren unsere Solidarität und unsere Identität als Gewerkschafter auch nach außen dokumentieren. Dies gilt umso mehr, als ein angemessenes Einkommen heute Voraussetzung für eine angemessene Rente morgen ist. Wir werden uns daher – wie in der Vergangenheit auch - an den anstehenden Aktionen beteiligen.

Unabhängig von der Frage, ob wir materiell vom Tarifergebnis betroffen sein werden, fühlen wir uns mit dem öffentlichen Dienst verbunden. Diese Verbundenheit hat mit dem Erreichen der Altersgrenze nicht geendet. Der öffentliche Dienst braucht nicht nur eine angemessene Bezahlung, sondern die Anerkennung der täglichen Leistungen, die Schaffung beruflicher Perspektiven und eine Personalentwicklung, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt. Der öffentliche Dienst steht im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft und kann nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen in diesem Wettbewerb bestehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung am 29. Januar 2014 festgestellt, dass Deutschland der Wachstumsmotor in Europa sei. Dies wäre ohne den öffentlichen Dienst nicht möglich. Der Wachstumsmotor wird weiterhin benötigt, und dafür auch ein funktionsfähiger, motovierter öffentlicher Dienst, der auch für junge Menschen attraktiv ist. Der öffentliche Dienst muss an der wirtschaftlichen Entwicklung angemessen beteiligt werden. Dafür werden wir Senioren nicht nur in der aktuellen Einkommensrunde zusammen mit den Tarifbeschäftigten und Beamtinnen und Beamten kämpfen!

Uta Kramer-Schröder,

Zweite Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung

 

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