Einkommensrunde Bund und Kommunen 2020

Warnstreiks: Kommunalbeschäftigte fordern faires Angebot

Vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde ab dem 22. Oktober 2020 haben der dbb und seine Mitgliedsgewerkschaften mit Protestaktionen den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Die Verhandlungsführer von ver.di und dbb, Frank Werneke und Ulrich Silberbach, hatten das Arbeitgeberangebot in der Einkommensrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am 16. Oktober 2020 als völlig unzureichend zurückgewiesen.

„Wir hatten uns von dem Angebot mehr versprochen: Mehr Verantwortung und Respekt der Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten und mehr Fairness im Umgang“, sagte Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des dbb.

Mit verschiedenen Protestaktionen haben deshalb die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre Forderungen unterstrichen. Unter dem Motto „Meter für Moneten“ radelten Beschäftigte der Stadt Bonn am 19. Oktober 2020 durch die Innenstadt, um für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen zu demonstrieren. „4,8 Kilometer für 4,8 Prozent sind ein klares Signal unserer Belegschaft an die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber", unterstrich Andreas Hemsing, Vorsitzender der Gewerkschaft der Kommunalbeschäftigten (komba). „Wir zeigen deutlich, dass wir nicht gewillt sind uns bei dieser Tarifrunde die Butter vom Brot nehmen zu lassen.“

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung des Landkreises Viersen hatten am 21. Oktober 2020 ihre klare Botschaft an die Adresse der Arbeitgeber geschickt, „Unsere Forderungen sind weder unverhältnismäßig noch unverschämt. Sie sind berechtigt“, stellten die Teilnehmenden des Warnstreiks klar. „Die Aktionsbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen ist ungebrochen“, sagte die stellvertretende Landesvorsitzender der komba nrw Sandra van Heemskerk.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung