• Protest in Naunhof

SBB-Chef Pöschmann: Öffentliche Arbeitgeber sollen gutes Beispiel sein

Stadt Naunhof: Warnstreik hat begonnen

Am 15. Juni 2016 haben die Beschäftigten der Stadt Naunhof einen zweitägigen Warnstreik begonnen. Damit erhöhen sie den Druck auf die Arbeitgeberseite im Konflikt um die Einführung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD). Betroffen vom Warnstreik sind die Bereiche Verwaltung, Bauhof, Wasserversorgung und „KulturWerkstatt“.

Zum Auftakt des Warnstreiks versammelten sich die Beschäftigten zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Naunhof. Unterstützung erhielten sie dort von Gerhard Pöschmann, dem Landesvorsitzenden des SBB Beamtenbund und Tarifunion Sachsen. „Die Vorgänge in Naunhof werden in ganz Sachsen und auch darüber hinaus wahrgenommen“, sagte Pöschmann zu den Demonstranten. „Dass die Kommunalpolitik und damit ein öffentlicher Arbeitgeber sich so vehement gegen den Beitritt zu einem Flächentarifvertrag sperrt, wirft kein gutes Licht auf unseren Freistaat. Denn jeder weiß, dass die geringeren Löhne bei uns im Osten auch mit der geringeren Tarifbindung zu tun haben. Es wäre deshalb an den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Faire und transparente Bezahlung gibt es nur mit einem Tarifvertrag.“

Hintergrund

Seit 1994 haben die Beschäftigten von Naunhof keinen gültigen Tarifvertrag mehr. Die Stadt ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten. Bezahlt wird nur auf Grundlage einzelvertraglicher Regelungen. Vielfach bleiben die Bezahlung und Arbeitsbedingungen hinter denen der übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst zurück.

 

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