Willi Russ: Wir erwarten, dass die Arbeitgeber sich jetzt endlich bewegen!

Positive Bilanz zum Warnstreik im Bus-und U-Bahnverkehr Berlins

Willi Russ, der Verhandlungsführer der dbb tarifunion bei den ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) und deren Tochterunternehmen Berlin Transport (BT) zeigte sich zufrieden über den Verlauf des eintägigen Warnstreiks der Berliner U-Bahn-und Busfahrer, der am Nachmittag des 9. Februar 2010 zu Ende gegangen ist. „Auch wenn sich infolge krankheitsbedingter Ausfälle nicht, wie geplant 500, sondern nur knapp 400 Beschäftigte des Fahrpersonals am Streik beteiligten, haben wir unser Ziel erreicht: Durch unsere Strategie der Nadelstiche gab es mit Beginn der Frühschicht auf der einen und anderen Bus- und U-Bahnlinie Probleme – alles in allem wurden die Fahrgäste aber nur mild getroffen“, sagte Russ in Berlin „Wir haben ein Zeichen gesetzt und erwarten, dass die Arbeitgeber sich jetzt ihrerseits bewegen und in der kommenden Verhandlungsrunde endlich ein Angebot vorlegen!“

Die Tarifverhandlungen für die rund 12000 Beschäftigten bei BVG und BT waren am 28. Januar 2010 auch in der dritten Runde vertagt worden, ohne dass die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt hatten. Die dbb tarifunion und ihre Fachgewerkschaften GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) und gkl (gewerkschaft kommunaler landesdienst berlin) fordern 5 Prozent mehr Einkommen , mindestens jedoch 110 bis 150 Euro Lohn je Entgeltstufe. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Februar 2010 geplant.

 

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