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dbb zu Panama-Papieren

Politik muss Steueroasen und Briefkastenfirmen konsequent bekämpfen

Die Veröffentlichung der Panama-Papiere gibt aus Sicht des dbb Anlass, den weltweiten Kampf gegen Steuerhinterziehung zu verstärken. „Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Wer seine Steuern nicht zahlt, hintergeht nicht nur den Staat, sondern betrügt alle anderen Steuerzahler“, so der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt am 8. April 2016 in Berlin.

„Steuerhinterziehung, Vernebelung von Besitzverhältnissen oder Geldwäsche, oft dient eine Briefkastenfirma in einer Steueroase kriminellen Zwecken,“ erklärte Dauderstädt weiter. Auch wenn die Gründung von Offshore-Briefkastenfirmen formal erlaubt ist, muss man fast immer von einer Verschleierungsabsicht ausgehen. Hierbei darf man allerdings nicht nur Länder wie Panama in den Blick nehmen. Auch Staaten innerhalb der EU lassen auf ihrem Hoheitsgebiet weiter unsaubere Praktiken zu und selbst deutsche Banken haben Kunden geholfen, solche Briefkastenfirmen zu gründen oder sich an diesen zu beteiligen. Dauderstädt: „Wir brauchen jetzt entschlossene nationale und internationale Maßnahmen. Wer Briefkastenfirmen zur Geldwäsche und Steuerhinterziehung nutzt, ist kriminell, untergräbt die Steuermoral und richtet beträchtlichen Schaden an.“

Dauderstädt forderte angesichts der bekannt gewordenen Vorkommnisse darüber hinaus, dass endlich eine Finanz-Transaktionssteuer eingeführt wird: „Hier diskutieren die Politiker seit bald sieben Jahren, ohne dass man einen Schritt weiter gekommen ist.“

 

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