Verband Bildung und Erziehung (VBE)

Personalmangel an Kitas: Studie bestätigt dringenden Handlungsbedarf

„Der Personalnotstand an Kitas ist, trotz aller Verbesserungen in den letzten Jahren, weiterhin eklatant, die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsqualität massiv beeinträchtigt.“ Das sagte VBE Chef Udo Beckmann am 25. August 2020 mit Blick auf die Ergebnisse aus dem Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme und einer zeitgleich veröffentlichten Studie der FernUniversität Hagen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Danach steht 74 Prozent der Kinder in amtlich erfassten Kita-Gruppen nicht genügend Fachpersonal zur Verfügung, 54 Prozent aller Kita-Gruppen sind zu groß. „Die unzureichenden Anstrengungen der Politik gefährden die Zukunft und die Gesundheit von Kindern und pädagogischem Fachpersonal gleichermaßen. Wenn Kita ihrem Bildungsauftrag nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann, hat das verheerende Auswirkungen auf die weitere Bildungsbiografie“, erklärte Beckmann.

„Es braucht eine Gesamtstrategie unter Einbindung aller politisch Verantwortlichen und der Gewerkschaften. Denn es ist offenkundig, dass der gravierende Personalmangel nicht durch halbherzige Einzelmaßnahmen verbessert werden kann. Wenn man sich vor Augen führt, dass es allein für den Bereich der Kindertagesbetreuung bis 2025 zusätzlich 310.000 Fachkräfte braucht und darin der Mehrbedarf aufgrund des dann geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung noch gar nicht eingerechnet ist, wird das Ausmaß des Personalproblems erst recht deutlich“, so Beckmann weiter. „Was es jetzt braucht sind massive, nachhaltige und flächendeckende Investitionen in eine deutlich bessere Personalausstattung, eingebettet in eine bundesweit abgestimmte Fachkräfteoffensive.“

 

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung