Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)

Pandemiebekämpfung soll aus Steuermitteln finanziert werden

Der GdS Bundesvorsitzende und dbb Vize Maik Wagner hat die Politik aufgefordert, die Aufwendungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für die allgemeine Pandemiebekämpfung aus Steuermitteln zu finanzieren.

Die Pandemie stelle die Sozialsysteme weiterhin vor riesige Herausforderungen, erklärte Wagner. Gerade die GKV sei in den kommenden Jahren – nicht nur Corona-bedingt, sondern auch aufgrund teils sehr teurer Gesetze – mit einem massiv steigenden Kostendruck konfrontiert. In diesem Zusammenhang warnte der GdS Chef eindringlich davor, die Beiträge der GKV-Versicherten für allgemeine Aufgaben der Pandemiebekämpfung einzusetzen. Hier seien eine Finanzierung aus Steuermitteln und ein verlässlicher Bundeszuschuss unumgänglich.

Zudem müssten auch bei den Sozialversicherungen tarifliche Regelungen für mobiles Arbeiten gefunden werden, um die Tätigkeit der Beschäftigten im Homeoffice auf rechtssichere Beine zu stellen. Wagner: „Wir alle haben in den vergangenen Monaten einen Crashkurs in Digitalisierung bekommen.“ Dabei hätten manche Bedenken ausgeräumt werden können, während andere Probleme offen zutage traten. Schon seit Jahren setze sich die GdS für flexible Lösungen ein, damit die Arbeit zum Leben der Beschäftigten in der Sozialversicherung passt und nicht umgekehrt.

 

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