Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Noch immer keine bundesweite Maskenpflicht im Schienenfernverkehr

Die GDL hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bereits mehrfach aufgefordert, auch im Schienenfernverkehr eine Maskenpflicht einzuführen. „Das ist doch keine Hexerei“, ärgerte sich GDL Chef und dbb Vize am Claus Weselsky am 14. Mai 2020.

„Offensichtlich ist die Besorgnis der Landesverkehrsminister um die Gesundheit der Fahrgäste und des Zugpersonals größer als die des Bundesministers“, sagte Weselsky mit Blick auf die Tatsache, dass bereits zehn Bundesländer eine Tragepflicht für einen Mund-Nasen-Schutz im Schienenfernverkehr veranlasst haben. Eine bundesweite Tragepflicht gebe es dagegen bis heute nicht. Gerade mit der beginnenden Normalisierung des Schienenverkehrs sei diese aber geboten. „Die herkömmlichen Masken sind zwar kein Allheilmittel. Sie bieten aber zusammen mit den Abstands- und Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts einen besseren Schutz vor dem Virus. Es muss schließlich alles für einen sicheren Transport der Fahrgäste und für unser Zugpersonal getan werden“, machte Weselsky deutlich.

Die GDL appelliere außerdem an die Fahrgäste, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und die Masken richtig zu tragen. Weselsky: „Das Zugpersonal steht an vorderster Front und ist auf die Unterstützung der Fahrgäste angewiesen. Corona kann nur dann mit Erfolg bekämpft werden, wenn alle mitmachen.“ Er versichert außerdem: „Unser Zugpersonal tut – Corona hin oder her – alles für einen sicheren Transport der Reisenden.“

 

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