Bayern

Neuer Höchststand bei Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte

„Wieder ein neuer Höchststand bei Übergriffen auf Polizistinnen und Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte – so darf es nicht weitergehen.“ Das erklärte Rainer Nachtigall, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB), am 4. Juni 2020 anlässlich der Veröffentlichung des Lageberichts zur „Gewalt gegen Polizeibeamte 2019“ durch das Bayerische Innenministerium.

Die Zahl der Fälle von verbaler und körperlicher Gewalt ist demnach gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen. Besonders alarmierend ist auch der Anstieg der Übergriffe gegenüber Angehörigen der Feuerwehr: Hier wurden 311 Fällen gezählt, im Vorjahr waren 202. „Das zeigt einmal mehr: Wir brauchen ein umfassendes Gewaltschutzkonzept, und das über alle Verwaltungsbereiche hinweg. Ich bin sehr froh, dass wir daran – gemeinsam mit dem Bayerischen Finanzministerium – auf Hochtouren arbeiten“, so der BBB Chef.

„NEIN zur Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst!“ ist das Motto des Projekts, das das Bayerische Finanz- und Heimatministerium und der Bayerische Beamtenbund im November 2019 gemeinsam ins Leben gerufen haben. Ziel ist es, ein umfassendes Programm zu erarbeiten, das den Menschen, die im öffentlichen Dienst arbeiten, Sicherheit gibt und Handlungsoptionen aufzeigt. Das Thema wird dabei aus allen Richtungen beleuchtet: Vermeidung, Prävention und Umgang mit den Erscheinungsformen von Gewalt sollen ebenso aufgearbeitet werden wie spezielle Einzelmaßnahmen wie Schulungen, Unterstützung und Schutz im konkreten Arbeitsumfeld. Darüber hinaus wird ein ressortübergreifendes Monitoring durchgeführt, um ein vollständiges Bild von Ausmaß und Entwicklung der Gewaltvorfälle gegen öffentlich Bedienstete in Bayern darstellen zu können. Bereits Ende 2020 soll das Gewaltschutzkonzept den Beschäftigten zur Verfügung stehen.

 

 

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