Verband Bildung und Erziehung (VBE) und Deutscher Philologenverband (DPhV)

Mehr Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen gefordert

Zum UNESCO Welttag der Lehrerin und des Lehrers am 5. Oktober 2020 haben die Bildungsgewerkschaften im dbb das herausragende Engagement der Lehrkräfte gelobt und bessere Arbeitsbedingungen sowie mehr Anerkennung seitens der Politik gefordert.

„Die Lehrkräfte leisten während der Corona-Pandemie einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, um die Krise zu meistern. Die Wertschätzung der Politik für dieses Engagement muss sich aber besser zeigen. Dazu gehört vor allem, nicht nur zu fordern und in Sonntagsreden unrealistische Erwartungen zu wecken, sondern ganz konkret zu sagen, wann welche Mittel bereitgestellt werden. Hier gibt es Nachholbedarf“, sagte der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann.

Mehr Anerkennung forderte auch die DPhV-Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing: „Zum heutigen Weltlehrertag wünschen wir uns eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung für unseren wichtigen und schönen Beruf und treten für mehr Anerkennung der schulischen und unterrichtlichen Herausforderungen, nicht nur, aber auch in Corona-Zeiten ein.“

Beckmann wies zudem auf den fortlaufenden Personalmangel hin: „Das größte Problem bleibt der dramatische Lehr- und Fachkräftemangel. Um diesen effektiv zu bekämpfen, müssen die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Dazu gehören die Ausstattung vor Ort, aber auch das Gehalt und die Sicherheit, im Beruf weiterarbeiten zu können. Sommerarbeitslosigkeit, die Anstellung in befristeten Arbeitsverhältnissen und die schlechtere Eingruppierung von Grundschullehrkräften und Gruppen von Lehrkräften der Sekundarschulen sind das Gegenteil davon. Zudem ist die Politik gefordert, Lehrkräfte von nicht notwendigen Arbeiten zu entbinden, zum Beispiel durch Verwaltungsfachkräfte.“

 

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