Bund Deutscher Forstleute (BDF)

Massive Investitionen in Forstpersonal und Wald notwendig

Der BDF hat Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Euro für die Wälder und das zuständige Forstpersonal gefordert.

Durch Stürme, Dürren und die durch letztere explodierende Borkenkäferpopulation hätten sich alleine im Jahr 2018 die Schäden auf über 32 Millionen Kubikmeter Holz summiert. „An eine normale Forstwirtschaft mit geplanter Waldpflege ist seit über einem Jahr nicht zu denken. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten an der Belastungsgrenze, um den Borkenkäfer einzudämmen, Sturmholz aufzuarbeiten und gleichzeitig noch den Waldumbau voranzutreiben“, sagte der BDF Bundesvorsitzende Ulrich Dohle am 29. März 2019.

Auch die Aussichten für das laufende Jahr seien dramatisch, so Dohle. „Die Situation ist weitaus gravierender als zur Waldsterbensdebatte in den 80er-Jahren. Der Wald kann gar nicht so schnell reagieren, wie sich das Klima ändert. 90 Prozent der Borkenkäfer aus dem letzten Jahr haben überwintert. Wir stehen wieder vor einem Katastrophenjahr für den Wald. Gleichzeitig vertrocknen neu gepflanzte Jungbäume.“

Ein stärkeres Engagement für klimastabilere Wälder durch Waldumbau, eine effektivere Waldbrandbekämpfung und eine bessere Beratung von Waldeigentümern sei allerdings nur mit mehr Personal möglich. „Wir erwarten von der Politik deutliche Zeichen und starke Hilfen für den Wald“, so Dohle. „Der Wald ist systemrelevant und tatsächlich ‚too big to fail‘. Hier sind einige Milliarden Euro nachhaltig gut investiert. Diese kommen der gesamten Gesellschaft zugute.“

 

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