„Nur Mut, Herr Minister, verhandeln tut nicht weh!“

Lehrkräfte Sachsen: dbb ruft Finanzminister an den Verhandlungstisch

Vor Beginn des Spitzengesprächs am 16. September 2013 zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über die Gestaltung des Generationenwechsels im Bereich der sächsischen Lehrerinnen und Lehrer wird der dbb um 15 Uhr mit einer Aktion vor dem Finanzministerium in Dresden seiner Verhandlungskommission noch einmal den Rücken stärken. „Nur Mut, Herr Minister,“ heißt es auf einem großen Transparent, das die Demonstranten mitbringen werden, „verhandeln tut nicht weh!“

„Mit diesem an den sächsischen Finanzminister Georg Unland gerichteten Appell machen wir klar, dass es uns um konstruktive Verhandlungen geht“, sagt Willi Russ, Fachvorstand Tarif und Zweiter Vorsitzender des dbb. „Grundlage dafür muss der von uns gemeinsam mit der GEW erarbeitete Forderungskatalog sein.“ Unter dem Motto „Den Generationenwechsel gemeinsam gestalten“ wird in dem Papier ein Gesamtpaket von Maßnahmen vorgeschlagen. „Es geht hier um Herausforderungen, denen sich die Tarifparteien gemeinsam stellen müssen“, sagt dbb Verhandlungsführer Russ. „Dann können wir sicher bald substanzielle Fortschritte erreichen.“

In dem Paket gebündelt sind Vorschläge zur tarifvertraglichen Ausgestaltung der Altersteilzeit und zur tariflichen Regelung einer besseren Eingruppierung der sächsischen Lehrkräfte. Russ bekräftigt, dem dbb sei besonders daran gelegen, dass das Land Sachsen wie angekündigt in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) eine Entgeltordnung auf den Weg bringt, die spätestens zur Einkommensrunde 2015 ausverhandelt sein soll.

Das Gesamtpaket sieht ferner weitere Maßnahmen vor, die die Attraktivität des Lehrerberufs erhöhen und zu erfolgreicher Nachwuchsgewinnung beitragen sollen. Dabei geht es unter anderem um verbesserte Arbeitsbedingungen in den Schulen, Werbung für den Lehrerberuf und eine bessere Beratung der Lehramtsstudierenden.

 

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