dbb jugend und Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Gespräch

Kothe und von Notz: Attraktivität des öffentlichen Dienstes steigern

Zu einem politischen Austausch traf sich dbb jugend-Chefin Sandra Kothe heute in Berlin mit Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Mitglied des Bundestagsinnenausschusses. Schwerpunkte des Gesprächs waren der demografische Wandel und die Konsequenzen dieser Entwicklung für den öffentlichen Dienst.

Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass der öffentliche Dienst seine Attraktivität als Arbeitgeber dringent steigern müsse, um auch in Zukunft gut qualifizierten und motivierten Berufsnachwuchs für sich gewinnen zu können. Von Notz sieht in der Stärkung von „Soft Values“ – also etwa der Schaffung von flachen Hierarchien und der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf – eine wirksame Strategie. Der Grünenpolitiker kritisierte indes die Demografiestrategie der Bundesregierung und den Demografiegipfel, weil davon ausgegangen werden könne, dass hieraus keinerlei konkrete Maßnahmen folgen würde.

Die dbb jugend-Vorsitzende Sandra Kothe wies darauf hin, dass es für die Personalplanung im öffentlichen Dienst unbedingt eine verlässliche Datenbasis der aktuellen Personalstruktur und für die kommenden zehn Jahre geben müsse. „Die prognostizierten Altersabgänge – rund 700.000 im nächsten Jahrzehnt – berücksichtigen noch nicht einmal andere Ausfälle von Personal, beispielsweise wegen Krankheit oder dem Wechsel in andere Branchen. Auch hier brauchen wir aber dringend personelle Puffer, weil der Arbeitsmarkt von morgen viel fluktuativer sein wird als heute“, so Kothe. Von Notz kündigte an, in der nächsten Legislaturperiode ein „progressives Beamtenpapier“ mit Forderungen zum öffentlichen Dienst erarbeiten zu wollen und lud die dbb jugend ausdrücklich zur Mitwirkung daran ein.

 

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