dbb jugend begrüßt hessischen Tarifkompromiss

Kothe: Hessen zieht nach – Ergebnis jetzt auf Beamtenbereich übertragen

Die dbb jugend-Vorsitzende Sandra Kothe hat die heutige Tarifeinigung für die Beschäftigten des Landes Hessen begrüßt: „Gut einen Monat nach dem Abschluss mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam zieht Hessen nach und hält damit Anschluss an die Einkommens- und Beschäftigungs-bedingungen der Arbeitnehmer in den übrigen Bundesländern“, sagte sie in Berlin. Besonders positiv bewertete die dbb jugend-Chefin das Tarifergebnis für die Auszubildenden des Landes Hessen: Sie erhalten ab 1. Januar 2013 dauerhaft 50 Euro mehr, zum 1. Januar 2014 steigen ihre Vergütungen noch einmal um drei Prozent. „Das ist sogar ein bisschen besser als der TdL-Abschluss“, so Kothe. Ebenfalls analog zum TdL-Ergebnis wurde eine Übernahmegarantie für Azubis vereinbart: Bei vorausgesetztem Bedarf werden alle nach bestandener Abschlussprüfung für zwölf Monate übernommen – im Anschluss bei entsprechender Bewährung unbefristet. Zudem haben die Auszubildenden – ebenfalls wie im Bereich der TdL – Anspruch auf 27 Urlaubstage im Jahr.

Für die übrigen Beschäftigten des Landes wurden folgende Regelungen beschlossen: Für die ersten sechs Monate in 2013 bekommen die hessischen Arbeitnehmer eine Einmalzahlung in Höhe von 450 Euro. Zum 1. Juli 2013 steigen die Gehälter um 2,8 Prozent. Für die ersten drei Monate in 2014 folgt eine weitere Einmalzahlung von 225 Euro. Zum 1. April 2014 werden die Gehälter erneut um 2,8 Prozent angehoben. Außerdem erreichten die Gewerkschaften die Zusicherung von 30 Urlaubstagen für alle Beschäftigten.

Die dbb jugend-Vorsitzende Kothe forderte das Land Hessen auf, „den Tarifabschluss jetzt unverzüglich auf die Landes- und Kommunalbeamten zu übertragen – das ist ein Gebot der Fairness und der Gerechtigkeit“, so Kothe.

Auch Christoph Schulz, stellvertretender Vorsitzender der dbb jugend hessen und Mitglied der dbb-Tarifkommission in Wiesbaden, zog eine positive Bilanz: „Mit dem heutigen Tarifabschluss haben nun auch die jungen Menschen im hessischen öffentlichen Dienst eine klare Perspektive und die Gewissheit, dass sie nicht von Einkommensentwicklung ihrer Kolleginnen und Kollegen in den anderen Ländern abgekoppelt werden.“

 

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