Haustarifvertrag bei der MVG

Keine Bevorzugung Einzelner auf Kosten der Belegschaft!

Die Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) hat mit der Gewerkschaft ver.di einen Haustarifvertrag für die Fahrerinnen und Fahrer bei der MVG abgeschlossen. Dieser Tarifvertrag enthält aus Sicht der dbb tarifunion einige Schwächen und bedeutet gegenüber dem Niveau des TV-N eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Mit der dbb tarifunion hat die Geschäftsführung bisher keine Verhandlungen geführt, obwohl die Mehrheit der Fahrerinnen und Fahrer in München bei der GDL organisiert ist. Die Gewerkschaft, die die Mehrheit der Fahrerinnen und Fahrer im Münchner Nahverkehr organisiert, wird somit bewusst ausgegrenzt.

Keine Vorteile für einzelne Beschäftigte!

Unter anderem wurde mit ver.di eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder vereinbart. Diese beinhaltet, dass ver.di-Mitglieder nur aufgrund ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit 600 Euro mehr pro Jahr erhalten. Da der Geschäftsführung nur ein begrenztes Budget für die Personalausgaben zur Verfügung steht, bedeutet die Vorteilsregelung im Umkehrschluss, dass für alle anderen Beschäftigten weniger Geld vorhanden ist. Einigen Personen wird also auf Kosten der gesamten Belegschaft ein Vorteil gewährt, der sich nicht durch bessere Leistung oder längere Betriebszugehörigkeit begründen lässt. Eine solche Besserstellung der ver.di-Mitglieder zu Lasten aller übrigen Fahrerinnen und Fahrer lehnt die dbb tarifunion ab.

Jetzt Tarifverhandlungen mit der dbb tarifunion!

Wir fordern die Geschäftsführung daher auf, mit der dbb tarifunion in Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen bei der MVG einzutreten. Die Spaltung der Belegschaft, wie sie durch den Tarifvertragsabschluss sowie die einseitige Vorteilsregelung mit nur einer Gewerkschaft herbeigeführt wird, muss verhindert werden.

 

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