Schleswig-Holstein

Jahressonderzahlung im öffentlichen Dienst gleicht Flickenteppich

Die Jahressonderzahlung im öffentlichen Dienstes von Schleswig-Holstein gleicht einem Flickenteppich. „Anstatt ein klares Signal für die Gewinnung und Motivation von Personal zu senden, wird die einsparorientierte Personalpolitik von gestern fortgesetzt“, kritisierte der dbb Landesvorsitzender Kai Tellkamp am 20. November 2018. Das gelte besonders für die Haushaltspolitik der Landesregierung.

Kritik sei auf allen Ebenen angebracht: Im Tarifbereich auf Landesebene würden die Beschäftigten in den höheren Entgeltgruppen am schlechtesten abschneiden, obwohl auch dort erhebliche Probleme mit Stellenbesetzungen bestehen. Bei den Tarifbeschäftigten der Kommunen greifen insgesamt abgeschmolzene Werte, weil die Arbeitgeber Kosten des nachgebesserten Eingruppierungsrechts ausgleichen wollen.

„Der Vogel wird aber von der Landesregierung zulasten der Landes- und Kommunalbeamten abgeschossen, weil die vor 10 Jahren vorgenommenen Kürzungen trotz gegenteiliger Ankündigungen und trotz inzwischen wieder deutlich höherer Einnahmen nicht im Ansatz zurückgenommen werden“, so Tellkamp. Aus Sicht der Betroffenen bliebe die Gerechtigkeit komplett auf der Strecke. In den Reihen des dbb sh werde davon ausgegangen, dass sich dieser Frust im Zuge der nächsten Einkommensrunde und der nur als Worthülse im Raume stehenden Besoldungsstrukturreform entladen wird.

 

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