• Qualitätssicherung in Kitas
    Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, im Gespräch zur Sicherung der Qualität in Kitas mit der stellvertretenden KEG-Bundesvorsitzenden Sabine Kricheldorff und Vorstandsmitglied Manfred Mahlstedt.

Qualitätssicherung in Kitas

Gute Arbeit gut bezahlen – auch die von Erzieherinnen und Erziehern

Fast ausschließlich Frauen entscheiden sich für den Beruf der Erzieherin, einen Beruf mit hoher gesellschaftlicher Verantwortung und Verdienstmöglichkeiten am unteren Rand der Einkommensskala. Ein untragbarer Zustand, findet die dbb bundesfrauenvertretung. „Kaum ein Beruf wird gesellschaftlich so hoch geschätzt wie der der Erzieherin. Die Verdienstchancen stehen jedoch in keinem Verhältnis zu der verantwortungsvollen und körperlich anstrengenden Arbeit in Kindertagestätten. Um Erziehungsberufe langfristig für Frauen und Männer attraktiv zu gestalten, müssen diese Berufe neu bewertet werden. Damit einhergehen müssen eine höhere tarifliche Eingruppierung und bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten,“ betonte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer im Gespräch mit der stellvertretenden KEG-Bundesvorsitzenden Sabine Kricheldorff und Vorstandsmitglied Manfred Mahlstedt am 5. Juli 2016 in Berlin.

Mahlstedt verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Bedeutung der Kindertagestätten als „Familienersatz“. Kinder verbrächten dort häufig mehr Zeit mit den Erzieherinnen und Erziehern als mit ihren eigenen Eltern. „Deshalb muss vor allem die Qualität der praxisbezogenen Ausbildung gewährleistet sein“, so Mahlstedt.

Darüber hinaus stellte Kricheldorff dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich der personellen Ausstattung vor allem im Kita-Bereich fest. Mehr qualifiziertes Personal und familienfreundliches Personalmanagement etwa beim Wiedereinstieg nach einer Elternzeit sei dringend notwendig, um den Ganztagsbetrieb kontinuierlich aufrecht halten zu können. „Wir können nicht nur auf längere und flexiblere Betreuungszeiten drängen. In der Debatte um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen die Entscheidungsträger auch das Wohl der Beschäftigten in den Betreuungseinrichtungen im Auge behalten. Denn auch sie haben Familien, um die sie sich kümmern müssen und wollen.“

 

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