dbb bundesfrauenvertretung

Gleichstellungsgesetzgebung: Sachsen kann Vorbild sein

Die dbb bundesfrauenvertretung hat bei ihrer Herbstsitzung am 28. September 2018 in Dresden für eine zeitgemäße Gleichstellungsgesetzgebung und deren Umsetzung in Sachsen geworben. Die Vorzeichen des digitalen und demografischen Wandels müssten dabei vorausschauend einbezogen werden.

„Sachsen hat jetzt die Chance, die Gleichstellung im Land einen Quantensprung voranzubringen und Vorbild für andere Landesverwaltungen zu sein“, machte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, deutlich. Darüber hinaus eröffne die Digitalisierung etwa über die Einführung von mobiler und flexibler Arbeit für alle Beschäftigten neue Spielräume, um eine zeitgemäße und diskriminierungsfreie Verwaltungskultur zu schaffen. „IT-Ausstattung, digitale Infrastruktur, Arbeitszeitregelungen und Gleichstellung müssen zusammen gedacht werden. Nur so kann die öffentliche Verwaltung auch in den ländlichen Gebieten gut ausgebildeten Frauen eine aussichtsreiche und attraktive berufliche Zukunft ermöglichen“, hob Wildfeuer hervor.

Nannette Seidler, Vorsitzende des SBB Beamtenbund und Tarifunion Sachsen, machte deutlich, wie wichtig ein zeitgemäßes Gleichstellungsgesetz für die wirtschaftliche und politische Stabilität des Bundeslandes sei: „Der Freistaat Sachsen steht vor vielen Herausforderungen, eine wichtige ist die Gestaltung der Zukunft seines öffentlichen Dienstes. Wenn die durch die Staatsregierung initiierten Maßnahmen wie die Ausbildungsoffensive und die Etablierung einer Arbeitgeber-Marke für den Freistaat Erfolg haben sollen, ist es unumgänglich, das Thema Chancengerechtigkeit dauerhaft in den Fokus zu rücken. Der SBB wird sich auch weiterhin mit seinen Fachgewerkschaften aktiv in diesen Prozess einbringen“, erklärte Seidler.

 

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