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    „Vertrauen ist das Kapital, von dem der Staat lebt“, sagte Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb, auf dem Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft (BTB).

Gewerkschaftstag BTBGeyer: Der Staat lebt von Vertrauen

In der Verwaltung, in den Betrieben, auf der Straße: Der Staat steht unter enormen Druck. Das ist gefährlich, mahnt der dbb-Chef.

Politik & Positionen

 „Vertrauen ist das Kapital, von dem der Staat lebt“, sagte Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb, auf dem Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft (BTB) am 12. Juni 2026 in Erfurt. „Deshalb ist es fatal, wenn 73 Prozent der Bevölkerung den Staat für überfordert halten. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren und müssen mit aller Kraft gegensteuern, um das Vertrauen zurückzugewinnen.“

Bürokratieabbau differenziert betrachten

Genehmigungen, die Monate dauern. Förderanträge, die im Bürokratiedickicht hängenbleiben. Anträge und Formulare, die einen verzweifelt zurücklassen. „Das alles führt zu enormem Frust“, kritisierte Geyer. „Im Übrigen nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch bei den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau sind zentrale Hebel, um die Handlungsfähigkeit des Staates im 21. Jahrhundert zu sichern.“

Zunächst ist Bürokratie die Grundlage für einen funktionierenden, gerechten und transparenten Rechtsstaat, betonte der dbb-Chef. „Die Dosis macht das Gift. Es muss darum gehen, das Übermaß an unnötiger Bürokratie und Doppelregulierungen abzubauen. Wir wollen kein Milei-Modell mit der Kettensäge. Und wir wehren uns auch gegen Stimmen, die Bürokratieabbau mit Personalabbau gleichsetzen. Gefragt ist eine Staatsmodernisierung mit Maß und Mitte.“

Seidel im Amt bestätigt

Auf dem Gewerkschaftstag wählten die Delegierten Jan-Georg Seidel erneut ins Amt des BTB-Bundesvorsitzenden. Geyer gratulierte im Namen der gesamten dbb-Bundesleitung zur Wiederwahl. „Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst. Packen wir es an!“

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