SaarlandGewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte u. gleichstehende Personen sind an der Tagesordnung und die Fallzahlen steigen.
Der Vorsitzende des dbb saar, Sascha Alles, sagte dazu am 7. Juli 2026: „Nach dem tragischen Tod unserer Kollegen (Polizei und Gerichtsvollzieher) im letzten Jahr und den jüngsten Ereignissen in Stade, bei denen sechs Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung sowie des Jugendamtes getötet wurden, scheint ein neuer trauriger Höhepunkt erreicht.“
Ob in Jugendämtern, sozialen Diensten, Schulen, Polizei, Justiz, Rettungsdiensten oder Verwaltungen, erklärte Alles, die „Kolleginnen und Kollegen übernehmen jeden Tag Verantwortung für unsere Gesellschaft. Tägliche Anfeindungen, Pöbelleien oder gar körperliche Übergriffe dürfen nicht geduldet werden. Wir erwarten Respekt für diejenigen, die für unsere Gesellschaft in vielfältiger Weise eintreten und diese täglich am Laufen halten.“
Jede Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sei ein Angriff auf den Rechtsstaat und somit auch auf die Demokratie. „Wir fordern daher eine bessere statistische Erfassung und eine Erweiterung der Auswertungsmöglichkeiten bei Gewaltdelikten auch außerhalb der Polizei“, sagte Alles. „Auch können wir uns einen vorübergehenden Entzug der Fahrerlaubnis nach Gewaltdelikten gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vorstellen. Es sollte jedem klar sein, dass ein solches Verhalten (Gewalt) direkte Konsequenzen nach sich zieht. Unter dem Motto: Wer die Faust erhebt, der geht (zu Fuß)!“
