Charité – Spiel auf Zeit in den Tarifverhandlungen mit ver.di und dbb tarifunion

Gemeinsame Aktion ver.di und dbb tarifunion zur Sitzung des Aufsichtsrats der Charité am 4. März 2011

Seit November 2010 befinden sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die dbb tarifunion in Tarifverhandlungen zur Erhöhung der Entgelte der Beschäftigten und Fortentwicklung des Tarifrechtes an der Charité. Hierbei geht es vor allem darum, den mittlerweile bis zu 14prozentigen Abstand der Einkommen der Charité-Beschäftigten zu den Einkommen der Beschäftigten in anderen Universitätskliniken und Krankenhäusern aufzuholen.

Trotz drei Verhandlungsrunden und Arbeitsgruppen sieht sich der Vorstand der Charité bislang nicht in der Lage, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Der Verdacht erhärtet sich, dass die Charité auf Zeit spielt – zu Lasten der Beschäftigten“, so Bettina Weitermann, Verhandlungsführerin ver.di.

Am 4. März 2011 tagte ab 14.00 Uhr der Aufsichtsrat der Charité. Mitglieder der ver.di und der dbb tarifunion / GKL haben den Mitgliedern des Aufsichtsrates noch einmal persönlich die Forderungen nach ernsthaften Verhandlungen zur Verbesserung der Einkommens- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Charité übermittelt. Arne Goodson, Verhandlungsführer der dbb tarifunion: „Wir sehen es als unsere Pflicht an, den Aufsichtsrat über die aktuelle Situation in den Tarifverhandlungen zu informieren und fordern ihn auf, im Sinne der Beschäftigten tätig zu werden.“

Beide Organisationen, ver.di und dbb tarifunion, sind sich einig, dass es im März im Zusammenhang mit der vierten Verhandlungsrunde am 16. März 2011 weitere Aktionen geben wird – Warnstreik ist nicht ausgeschlossen.

 

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