komba gewerkschaft

Flächendeckende Gefährdungsbeurteilungen von Arbeitsplätzen gefordert

Am 28. April 2018, dem Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, hat die komba gewerkschaft die Bedeutung des gesunden und sicheren Arbeitens in den Fokus genommen. Die unterschiedlichen Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst würden potenzielle physische und psychosoziale Risiken für die Beschäftigten bergen.

„Gefährdungsbeurteilungen jedes Arbeitsplatzes sind daher ein wichtiges Instrument, um Schwachstellen zu analysieren und die Kolleginnen und Kollegen besser vor möglichen Risiken zu schützen“, sagte Andreas Hemsing, Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft. „Trotz der gesetzlichen Verankerung im Arbeitsschutzgesetz werden sie jedoch nicht flächendeckend umgesetzt.“

Nur durch Analysen und regelmäßige Überprüfungen möglicher Gefahren ließen sich für bessere Arbeitsbedingungen erzielen. Vor allem im Hinblick auf den demografischen Wandel und rentenrechtliche Regelungen, die das Erwerbsleben verlängern, müssten Arbeitgeber und Dienstherrn Sorge tragen, die Beschäftigten einerseits lange und leistungsfähig im Beruf zu halten und andererseits einen gesunden Eintritt in den Ruhestand zu ermöglichen. Dies setze wirksame Konzepte zur Gesunderhaltung und Prävention voraus, die ein ausreichend finanziertes betriebliches Gesundheitsmanagement unbedingt vorhalten müsse.

„Auch der Umgang mit steigenden Gewalterfahrungen im Berufsalltag spielt bei den Analysen eine zunehmend wichtige Rolle. In den Büros sollten Schutzmaßnahmen und Sicherheitskonzepte daher von großer Bedeutung sein. Im Fall der Feuerwehr- und Rettungskräfte müssen bei der Gefahrenbewertung neben generellen Maßnahmen wie Deeskalationsstrategien beispielsweise regionale Unterschiede in den Blick genommen werden“, sagt Hemsing. Die komba gewerkschaft sehe in der konsequenten Durchführung von Gefährdungsanalysen und daraus abgeleiteten konkreten Handlungen den entscheidenden Baustein für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz.

 

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