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Energiekosten: Bundesregierung muss Ältere deutlicher entlasten

Die Energiekrise wird Ältere in Verbindung mit steigender Inflation besonders hart treffen. Besonders Bezieherinnen und Bezieher kleiner Renten drohe jetzt Altersarmut, befürchtet der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung Horst Günther Klitzing.

„Die Bundesregierung muss hier auch die Belange der älteren Generation berücksichtigen“, sagte Klitzing am 14. März 2022 in Berlin mit Blick auf die Ankündigung der Bundesregierung, ein Entlastungspaket schnüren zu wollen. Schließlich seien die Preissteigerungen bei den Energiekosten in Folge der Ukraine-Krise noch gar nicht in den Haushalten angekommen. „Der ohnehin geplante Wegfall der EEG-Umlage wird bei weitem nicht ausreichen, um die explodierenden Preise abzufedern. Dasselbe gilt für den Heizkostenzuschuss für Bedürftige.“

Viele Seniorinnen und Senioren befänden sich zum Beispiel in dem Dilemma, ein „paar Euro zu viel“ zu haben, um überhaupt Wohngeld zu bekommen. „Leider ist die Entlastung von 135 Euro, die die Bundesregierung bislang zugesagt hat, an das Wohngeld gekoppelt.“ Der Verbraucherzentrale Bundesverband habe gefordert, sowohl den Unterstützungsbetrag auf mindestens 500 Euro anzuheben, als auch den Empfängerkreis zu erweitern. „Das würde auch mehr Ältere in den Genuss der Unterstützungsleistungen bringen, die jetzt knapp unter der Grenze liegen und die schlicht kein Geld haben, um plötzlich zwei oder dreimal so viel für Strom, Heizung und Benzin zu bezahlen“, so der Chef der dbb senioren. Darüber hinaus sei denkbar, die vielen Seniorinnen und Senioren, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen unschätzbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten, bei der dazu notwendigen Mobilität zu entlasten.

 

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