Rheinland-Pfalz

Digitalisierung und Gesundheitsmanagement zusammen denken

Digitaler Wandel im öffentlichen Dienst kann nur gelingen, wenn Ergonomie, Funktionalitäten und Abläufe die Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen. Darüber waren sich dbb Landeschefin Lilli Lenz und Bernhard Braun, Vorsitzender der Grünen-Landtagsfraktion, bei einem Treffen einig.

Die fortschreitende Digitalisierung in den öffentlichen Verwaltungen biete große Chancen für das Personal und die Bürgerinnen und Bürger. Arbeit könne effizienter erledigt und die Beschäftigten wirksam von Routinetätigkeiten entlastet werden, um freiwerdende Kapazitäten für komplexe Aufgabenerfüllung zu nutzen. Die Beschäftigten seien dabei der wichtigste Erfolgsfaktor – nur mit den Menschen, die die Technik gestalten und anwenden, werde die Digitalisierung klappen.

„Eine Anpassung der Konzepte im Arbeits- und Gesundheitsschutz an die neue Arbeitswelt ist nötig. Die digitale Zukunft erfordert zum Beispiel andere Ansätze in der Prävention, damit eine Entgrenzung der Arbeitszeiten und die Zunahme von Informationsmengen nicht zur Gesundheitsgefährdung führen. Arbeitsverhältnisse verändern sich, die verlängerten Lebensarbeitszeiten müssen gesundheitlich auch bewältigt werden können. Der dbb fordert mehr Mittel und Ressourcen, damit eine alters- und alternsgerechte Arbeitsgestaltung gefördert werden kann“, sagte Lenz.
 

Eine klare Absage erteilten die Gesprächspartner zunehmender Gewalt gegen öffentlich Bedienstete. In diesem Bereich dürfe es auch keine Bagatellisierungen geben. Vielmehr bräuchten Opfer starken Rückhalt und breite Unterstützung durch den Arbeitgeber/Dienstherrn. Braun: „Die zunehmende Gewalt gegen Menschen im öffentlichen Dienst ist eine Entwicklung, die wir mit großer Sorge beobachten. Deswegen begrüßen wir Initiativen wie ‚Respekt. Bitte!‘ der Landesregierung, die die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisiert. Neben dem Thema Gewalt gegen Landesbedienstete ist es für uns Grüne ebenfalls ein wichtiges Anliegen, entschieden gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen. Die Antisexismuskampagne des Frauenministeriums setzt hier an, indem sie ein unabhängiges Beratungsangebot schafft, bei dem Opfer sexueller Belästigung schnelle und unkomplizierte Unterstützung erhalten können.“

 

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