Verband Bildung und Erziehung (VBE) / Deutscher Philologenverband (DPhV)

Demokratieerziehung soll verbessert werden

Die Lehrergewerkschaften VBE und DPhV unter dem Dach des dbb haben mit Blick auf den 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 2019 eine verbesserte Demokratieerziehung gefordert.

„Vielleicht waren Bedeutung und Aktualität des Grundgesetzes selten größer als heute“, sagte VBE Chef Udo Beckmann. Deshalb brauche es die Schule als „die zentrale Institution, die allen in Deutschland lebenden Kindern und Jugendlichen das Erleben und Entwickeln einer Werteorientierung auf Basis dieser freiheitlich-demokratischen Grundordnung ermöglicht.“ Auch die DPhV Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing betonte: „Das Grundgesetz ist die Grundlage unserer Haltung zu unserem Staat, die Basis für Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Schule.“ Demokratieerziehung sei deswegen „richtig und wichtig“.

Allerdings, so Lin-Klitzing weiter, sei es zu kurz gedacht, wenn immer nur mehr Forderungen an die Schule und den Unterricht gestellt würden. Sie forderte: „Das Grundgesetz gehört in die Lehrerbildung: Es muss in der ersten universitären Bildungsphase verankert werden.“ Auch der VBE sieht das so und will „ein verbessertes, intensiveres und standardisiertes Angebot von Veranstaltungen zur Werteerziehung in allen Phasen der Lehreraus- und -fortbildung, welches die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Werteverständnis zum Ziel hat“. Insgesamt, so Beckmann, würden den Schulen von der Politik noch immer die notwendigen Gelingensbedingungen für eine adäquate Werte- und Demokratieerziehung verweigert.

 

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