• Demographischer Wandel im sächsischen Landesdienst
    Jens Weichelt (Vorsitzender Sächsischer Lehrerverband/SLV, vorne rechts) und Helmut Overbeck (Stellvertretender Vorsitzender dbb tarifunion, 2. v. r.) im Gespräch mit Medienvertretern

Demographischer Wandel im sächsischen Landesdienst erfordert tarifvertragliche Regelungen

Die Altersstruktur des Landesdienstes wird immer mehr zum Problem. Die Gewerkschaften haben die Lage analysiert und weisen gemeinsam darauf hin, dass hier erheblicher Handlungsbedarf besteht. Sie wollen mit der Staatsregierung nicht nur darüber sprechen, sondern konkret auch über tarifvertragliche Regelungen verhandeln, die Lösungen bieten. Ansetzen wollen sie dabei an der Möglichkeit, für die Beschäftigten die Altersteilzeit tarifvertraglich zu regeln.

Die Staatsregierung lehnt Verhandlungen bisher ab, hat jedoch ihrerseits keine Lösungen und kein Konzept anzubieten. Daher bestehen wir darauf, dass dringend mit den Gewerkschaften als Vertretern der Beschäftigten über systematische Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, alters- und alternsgerechte Arbeitsplatz- und Aufgabengestaltung, flexible Möglichkeiten des Übergangs in Rente und Ruhestand, über Ausbildung und Übernahme von Ausgebildeten sowie generell über die Bedingungen für die Gewinnung von Fachkräften zur Wiederbesetzung frei werdender Stellen gesprochen werden muss. Wir wollen daraus ein Paket von Maßnahmen entwickeln, um die Leistungsfähigkeit des Landesdienstes auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Wir sind als die Gewerkschaften, die die im Landesdienst Beschäftigten organisieren; überzeugt, dass es im Interesse des Freistaats und seiner Bürgerinnen und Bürger liegt, die Leistungsfähigkeit sowohl der Polizei als auch der Schulen und Hochschulen, der Verwaltung wie aller anderen Bereiche zu erhalten und zu stärken. Man darf sie nicht aufs Spiel zu setzen, indem man tatenlos zuschaut, wie sich der Personalbestand durch Ausscheiden der Älteren, durch undifferenzierte Stellenstreichungen zur Personalkostenreduzierung, aber auch durch Überforderung und Erkrankungen der noch Verbleibenden verringert und die Aufgabenerfüllung auf der Strecke bleibt.

Hier gäbe es jetzt schon viel zu tun. Wir sind bereit, daran mitzuwirken. Daher fordern wir die Staatsregierung erneut auf, mit uns in Gespräche und Verhandlungen einzutreten.

 

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