• Die dbb jugend bei der Jahrestagung 2015
    Meinungsaustausch in Köln: Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (2.v.r.) mit den dbb jugend-Vizes Michael Gadzalla, Marco Karbach, der dbb jugend-Vorsitzenden Sandra Kothe und dbb jugend-Vize Liv Grolik (v.l.n.r.)

dbb Jahrestagung 2015

dbb jugend fordert tragfähiges Konzept für Umgang mit Nachwuchsmangel

Ein tragfähiges Konzept für den Umgang mit dem Nachwuchsmangel im öffentlichen Dienst hat die dbb jugend anlässlich der diesjährigen dbb Jahrestagung in Köln gefordert. „Nicht befriedigend“ nannte die dbb jugend-Vorsitzende Sandra Kothe die Vorträge von Bundesinnenminister de Maizière und der innenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen in Sachen Fachkräftegewinnung. „Das haben die Bundesjugendleitung und die zahlreichen jungen Kolleginnen und Kollegen, die hier nach Köln gekommen sind, in zahlreichen Gesprächen auch deutlich zum Ausdruck gebracht“, sagte Kothe zum Abschluss der Veranstaltung am 13. Januar 2015.

Die dbb jugend-Chefin begrüßte, dass immer mehr junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter die Kölner Tagung besuchten, um mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung sowie Medienvertretern insbesondere die Belange der jungen Beschäftigten zu thematisieren. So begrüßte Kothe auch das diesjährige Schwerpunktthema „Gewalt gegen Beschäftigte“: „Verbale und tätliche Übergriffe treffen natürlich auch junge Kolleginnen und Kollegen und schrecken zudem interessierte Schulabgänger von einem Eintritt in den öffentlichen Dienst ab. Wer will schon einen Job, der ohnehin mit Imageproblemen zu kämpfen hat und in dem man obendrein auch noch Angst haben muss, beschimpft, beleidigt oder angegriffen zu werden?“ Auch deswegen gehöre der verbesserte Beschäftigtenschutz „auf die Attraktivitätsagenda des öffentlichen Dienstes“. Der Aussage des Bundesinnenministers, der öffentliche Dienst biete ein ausgewogenes, attraktives und faires Gesamtpaket für Berufseinsteiger, widersprach Kothe: „Befristungen und fehlende Übernahmen sprechen eine andere Sprache. Wenn alles so gut wäre, hätten wir keinen Nachwuchs- und Fachkräftemangel.“

 

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