Kultusminister beschließen einheitliche Abiturstandards

dbb jugend: Abschlussstandards sind gut, aber besser geht anders

Die dbb jugend hat die Einigung der Kultusminister auf bundesweit einheitliche Abiturstandards in den Kernfächern Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch ab Frühjahr 2017 begrüßt, sieht darin jedoch erst „den Anfang einer gründlichen Verbesserung unseres gesamten Schulwesens“, sagte dbb jugend-Vorsitzende Sandra Kothe am 2. November 2012 in Berlin.

„Einheitliche Abschlussstandards sind gut, aber besser geht anders. Überfällig sind nämlich nach wie vor qualitativ hochwertige Standards in zahlreichen anderen Bereichen unseres Bildungswesens“, so Kothe. „Das fängt bei vermeintlich profanen Dingen wie einer guten, zeitgemäßen Ausstattung von Schulgebäuden, bildungsfördernden Klassengrößen und Lehrer- sowie Betreuungsschlüsseln an und hört bei einer gegenseitigen Anerkennung der Lehramtsabschlüsse zwischen den Bundesländern, auf die die Kultusminister sich nun endlich auch einigen konnten, noch lange nicht auf.“

Schüler, Eltern und nicht zuletzt auch die Lehrer stünden unter dem täglichen Druck, eine Schulbildung zu erlangen bzw. zur Verfügung zu stellen, „die die jungen Menschen fit für Ihre Zukunft macht“, betonte die dbb jugend-Chefin, „mit der sie zwischen Flensburg und Gamisch-Patenkirchen unabhängig von ihrer Herkunft gleichgut punkten können“. Unter den gegebenen Bedingungen und der „föderalen Fledderei“ könne dies aber nur schwerlich erreicht werden, kritisierte Sandra Kothe und forderte Richtung Kultusministerkonferenz: „Das muss besser werden – von ‚befriedigend‘ sind wir noch weit entfernt!“

 

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