dbb Chef: Öffentlicher Dienst in Deutschland hat Konsolidierungsbeitrag geleistet

Die Arbeit der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Deutschland erweist sich gerade in Krisenzeiten tagtäglich als effizient und verlässlich. „Dieses Engagement, diese Grundsolidität ist noch beeindruckender, wenn man den Blick über die Grenzen nach Europa richtet“, sagte der dbb Chef Peter Heesen auf dem Bundesvertretertag des Verbandes der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB) am 7. Mai 2010 in Potsdam.

Heesen erinnerte daran, dass sich die deutschen Staatsdiener auch Reformen nicht verweigert und ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung in den vergangenen 15 Jahren geleistet hätten. „Das Vertrauen der Menschen in den Staat und seine Beschäftigten ist hierzulande weiter gewachsen. Wer im öffentlichen Dienst tätig ist, hat deshalb allen Grund, daraus Selbstvertrauen und Zuversicht zu beziehen“, so Heesen.

„Während in der Privatwirtschaft noch immer mein Wohl vor Gemeinwohl geht und der Jagd nach der schnellen Rendite in Krisenzeiten die Sozialisierung der Risiken folgt, nimmt der öffentliche Dienst Verantwortung langfristig wahr“, sagte der dbb Chef. So sei – vor allem auf Drängen des dbb - schon Mitte der 90er Jahre damit begonnen worden, eine Kapitaldeckung in der Versorgung einzuführen, um sich angemessen auf die Herausforderungen in diesem Bereich einzustellen. „Ich bin als Bundesvorsitzender unseres gewerkschaftlichen Dachverbandes deshalb sehr enttäuscht darüber, dass von keinem Mitglied der Bundesregierung Kritik daran laut wurde, dass die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen die von den im öffentlichen Dienst Beschäftigten angesparte Versorgungsrücklage einfach im Haushalt versickern lässt, statt den Kapitalaufbau jetzt zu sichern. So geht man nicht mit dem Geld anderer Leute um“, sagte Heesen.

 

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