Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)DB Cargo: Schließungen und Personalabbau hätte unübersehbare Folgen
Wenn bei der DB Cargo AG, wie in den Medien berichtet wird, deutschlandweit insgesamt elf Werkstätten, darunter das Werk Mainz-Bischofsheim, geschlossen werden und mindestens 170 Mitarbeiter von Entlassungen betroffen sind, ist das ein Skandal. Das teilte die GDL am 26. Au-gust 2025 mit.
„Darüber hinaus entstehen weitere massive Probleme, die nicht allein auf die DB-Cargo, sondern auch auf die anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen abstrahlen“, ist sich der GDL Bundesvorsitzende Mario Reiß sicher. Das derzeitige flächendeckende Instandhaltungsnetz würde bei Schließung der zehn Außenstellen Rostock, Osnabrück, Magdeburg, Senftenberg, Hamburg-Billwerder, Offenburg, Ingolstadt, Regensburg, Emden und Stendell auf fünf Standorte heruntergeschrumpft. „Demzufolge ist dann zu erwarten, dass sich der Aufwand für die Zuführung von Fahrzeugen eklatant erhöhen wird“, so Reiß.
„Die Konzentration auf fünf Standorte würde einen hohen Personalverlust, und zwar über die Zahl von 170 Arbeitsplätzen hinaus, bedeuten“, so der GDL-Chef weiter. Da im Ergebnis dieser Planung ein sehr großer Teil der nutzbaren Werke geschlossen werden sollen, wird sich der Verkehr durch Leerfahrten, Zufahrten und Schadzügen in den hochbelasteten Strecken weiter erhöhen. Die daraus resultierende Streckenbelastung führt zu einer Erhöhung der Verspätungen und Stauwirkungen.
Ein solches Handeln würde die angeschlagene Wirtschaftlichkeit des Unternehmens DB Cargo weiter belasten, denn die Fahrzeugverfügbarkeit wird verringert. Das Fachpersonal wird noch ineffizienter eingesetzt und dementsprechend ein positives Unternehmensergebnis in weite Ferne gerückt. „Eine Beteiligung der Betriebsräte ist bis heute wohl nicht erfolgt, aber zwingend erforderlich“, stellte Reiß klar.