Deutschen Realschullehrerverbands (VDR)

Corona: Konsequentes Handeln an Schulen gefordert

„Die Verantwortlichen erkennen endlich die prekäre Gefährdungssituation an den Schulen in Deutschland“, sagte der VDR Bundesvorsitzende und dbb Vize Jürgen Böhm und mahnte ein konsequentes, einheitliches Handeln an den Schulen an.

Wichtig sei es jetzt, die Stufenpläne konsequent umzusetzen und die 7-Tage-Inzidenz von 100 nicht aus den Augen zu verlieren. Über dieser Marke könnten Schülerinnen und Schüler nur im Distanzunterricht beschult werden. Darunter sei ab einer Inzidenz von 50 Wechselunterricht nur in geteilten Klassen möglich.

„Auch die seit Wochen und Monaten geforderte konsequente Teststrategie wird mittlerweile von allen Bundesländern als maßgeblich und bedeutend in der Bekämpfung der Pandemie anerkannt. Allerdings ist es nach wie vor absolut unsinnig, die Schülerinnen und Schüler mit überfüllten Bussen und öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schulen zu karren, dort die massiv erhöhte Infektionsgefahr in Kauf zu nehmen, freiwillige Tests im Klassenzimmer mit abgenommenen Masken angesichts einer höchstansteckenden Mutation des Virus durchzuführen, um dann erst die positiv Getesteten zu isolieren und abholen zu lassen“, so Böhm. Die Tests müssten zuverlässig und verbindlich zu Hause oder von Fachpersonal abseits der Schulen durchgeführt werden.

Mit Auftreten der nun überwiegend auftretenden Mutationen, die bei weiterem Voranschreiten womöglich eine Impfresistenz hervorriefen, sei neben den Tests ein sofortiges Impfangebot für alle Lehrkräfte unbedingt notwendig. „Bereits seit Februar haben wir vehement gefordert, das gesamte Lehrpersonal an den Schulen umgehend zu impfen“, so der VDR Chef. Bisher habe es die Politik allerdings nicht geschafft, Impfstoffdosen in ausreichender Anzahl zu beschaffen. Dieser Zustand sei verheerend und nicht mehr hinnehmbar.

 

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