Verband Deutscher Realschullehrer (VDR)

Böhm will Jahrzehnt der Aufklärung, Demokratie und Bildung

„Mit Beginn der zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts müssen wir Lehren aus den Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts ziehen. Die Diktaturen, Autokraten und ideologischen Rattenfän-ger der letzten hundert Jahre dürfen im kommenden Jahrzehnt nicht in neuem Gewand auferste-hen.“ Das hat VDR Chef und dbb Vize Jürgen Böhm gefordert.

Gerade heute müsse die Jugend in unserem Land zu mündigen, aufgeklärten und gebildeten Staatsbürgern erzogen werden, die die Herausforderungen einer digitalen Welt meistern könne. Dabei dürfe man sich vor allem in der Bildung keinerlei Qualitätseinbußen leisten. Besonders in den vergangenen Jahren, so Böhm am 6. Januar 2020, sei der Wert der Bildung häufig windelweichen Abschlussquoten, Einheitsschulphantasien und ideologiegeleiteten Strukturreformen geopfert worden. Die duale Berufsausbildung - als eine tragende Säule der Bildung und des wirtschaftlichen Erfolges in Deutschland - wurde zunehmend entwertet und einer falschverstandenen Akademisierung geopfert.

„Wer Leistungskriterien aus der Bildung verbannt, wer Differenziertheit und Individualität verneint, der vergeht sich an der heranwachsenden Generation, die dann künftig hilflos den enormen globalen, ökologischen, gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen gegenübersteht“, sagte der VDR Bundesvorsitzende. Auch der Lehrkräftemangel sei ein Zeichen der gesellschaftlichen und politischen Vernachlässigung der Bildung. Wer Bildung herabwürdige und Schulen zu gesellschaftlichen Reparaturwerkstätten verkommen lasse, der müsse sich nicht wundern, dass der Beruf des Lehrers nicht mehr angesehen und gefragt sei.

 

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