dbb: „Staatsregierung nimmt endlich Vernunft an“

Bewegung im sächsischen Lehrertarifkonflikt

Die dbb tarifunion hat die Erklärung der sächsischen Staatsregierung vom 11. Mai 2010 zum Lehrertarifkonflikt im Land begrüßt. Mit dem angekündigten Verzicht auf Änderungskündigungen, der Beendigung des Bezirkstarifvertrags für die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer und der zugesagten Sicherung eines Einstellungskorridors von jährlich 130 Stellen im Landesdienst, hat das sächsische Finanzministerium sich deutlich auf die Gewerkschaften zubewegt.

„Die Staatsregierung“, so Helmut Overbeck, Vorstandsmitglied der dbb tarifunion, „nimmt scheinbar endlich Vernunft an. Die zahlreichen Lehrerproteste und Demos der letzten Wochen und unsere Ausdauer am Verhandlungstisch haben sich also gelohnt.“ Eine weitere, für den 20. Mai angekündigte Lehrerdemonstration in der Landeshauptstadt wurde von den Gewerkschaften zunächst abgesagt.

Auf Basis der drei oben genannten Eckpunkte ist die dbb tarifunion jederzeit bereit, mit der Staatsregierung über Methoden des modernen Personalmanagements und freiwillige Teilzeitregelungen zu verhandeln. Overbeck: „An konstruktiver Problemlösung sind Gewerkschafter immer interessiert und natürlich sehen wir die Haushaltsschwierigkeiten, vor denen die Staatsregierung in Dresden steht. Diese Krise kann und darf man aber nicht auf Kosten der Bildung zu bewältigen versuchen. Das wäre kurzsichtig und völlig kontraproduktiv.“

 

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