dbb bundesseniorenvertretung

Bericht: Krankenkassen benachteiligen ältere Menschen

Das Bundesversicherungsamt hat einen Sonderbericht zum Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgelegt. Demnach benachteiligen Krankenkassen Rentner und chronisch Kranke, was die dbb bundesseniorenvertretung am 16. April 2018 deutlich kritisierte.

Unter anderem geht aus dem Bericht hervor, dass die Kassen gerade in Leistungsbereichen wie „Prävention“ oder „Betriebliche Gesundheitsförderung“, die vorwiegend junge und gesunde Versicherte anlocken, Leistungen wie vorzeitig gutgeschriebene Boni gerne „aus Kulanz“ gewähren. Auf der anderen Seite wiesen einige Kassen bei Anträgen im Bereich der „Vorsorge“ oder „Rehabilitation“ Ablehnungsquoten von bis zu 19,4 Prozent und im Bereich der Hilfsmittel von bis zu 24,5 Prozent auf. Besonders betroffen von solchen Ablehnungen waren nach Einschätzung von Patientenorganisationen ältere Personen, chronisch Kranke, bildungsbenachteiligte sowie schwerbehinderte Menschen.

Der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung, Wolfgang Speck, kritisierte das Verhalten der Krankenkassen: „Auch unter Wettbewerbsbedingungen darf Gewinnmaximierung nicht das oberste Ziel der gesetzlichen Krankenkassen sein. Schon gar nicht, wenn sie zu Lasten der schwächsten Mitglieder der Solidargemeinschaft geht.“ Kostendeckendes Wirtschaften im Sinne einer guten Gesundheitsversorgung für alle Versicherten müsse das Grundprinzip bleiben, ansonsten würden „Alte und Kranke zu bloßen

 

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