Mecklenburg-VorpommernBahnprobleme: Arbeitsplätze in Rostock müssen gesichert werden
Der Landesvorsitzende des dbb m-v, Dietmar Knecht, und der Bezirksvorsitzende der GDL Nord-ost, Volker Krombholz, haben sich am 26. August 2025 mit Wirtschaftsminister Wolfgang Blank über die aktuellen Probleme des Bahnverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern ausgetauscht.
Im Mittelpunkt standen die Themen Tariftreue im Schienenverkehr und das Tarifeinheitsgesetz, die Reaktivierung der Mecklenburger Südbahn, die Finanzierung des Deutschlandtickets, die Folgen der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin sowie die Sicherung hoher Standards bei der Lokführerausbildung. Alle Beteiligten betonten, dass eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur Grundvoraussetzung für Mobilität, Wirtschaftskraft und gleichwertige Lebensverhältnisse sei.
Mit besonderer Besorgnis reagierten dbb, GDL und Minister auf die überraschende Ankündigung von DB Cargo, das Werk in Rostock schließen zu wollen. „Dieser Schritt gefährdet nicht nur zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze, sondern schwächt auch die wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region. Gerade in Zeiten, in denen über die Stärkung des Schienengüterverkehrs gesprochen wird, wäre eine Schließung ein fatales Signal“, so Krombholz. Knecht ergänzte: „Die Beschäftigten in Rostock dürfen nicht die Leidtragenden von Fehlentscheidungen des Managements sein. Wir erwarten, dass Land, Bund und Deutsche Bahn gemeinsam Verantwortung übernehmen, um den Standort und die Arbeitsplätze zu sichern.“ Blank versprach, alle politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Standort Rostock zu erhalten und die Interessen der Beschäftigten sowie der Region zu wahren.