Nordrhein-Westfalen

Zeit für Verbesserungen im Homeoffice nicht genutzt

Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie kaum verbessert. „Die Zeit wurde in vielen Bereichen nicht genutzt“, kritisierte Roland Staude, Vorsitzender des DBB NRW, am 22. Januar 2021.

Bei der ersten Welle wurden die Beschäftigten schnell und unbürokratisch ins Homeoffice geschickt, jedoch war eine zweite Welle absehbar und es hätten nach Auffassung des DBB NRW entsprechend Vorbereitungen getroffen werden können. Statt klarer Regelungen zum Arbeits- und Datenschutz würde beim mobilen Arbeiten die Verantwortung komplett auf die Beschäftigten abgewälzt werden. „Viele Beschäftigte arbeiten nun schon seit Monaten mit Laptop am Küchentisch, betreuen nebenbei ihre Kinder und begleiten sie oft zusätzlich beim Homeschooling“, erklärte der Landesvorsitzende. „Mit gesundem Arbeiten hat das nicht viel zu tun, weder körperlich noch psychisch. Auch wichtige Aspekte des Datenschutzes, des Unfall- und Arbeitsschutzes sind beim mobilen Arbeiten schlicht nicht abschließend geregelt.“

Aus diesem Grund fordert der DBB NRW ein ganzheitliches Konzept für die Arbeit von zuhause. Es muss ein gesetzlicher Überbau geschaffen werden und darauf aufbauend spezifische Regelungen für die einzelnen Ressorts. „Denn es muss jedem klar sein, dass auch nach Corona hybride Arbeitsformen weiter gefragt sein werden“, so Staude.

 

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