Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)Sozialpolitik: Debatte um generationengerechten Sozialstaat
Mit dem Forum Sozialpolitik am 8. Juni 2026 hat die GdS ihren sozialpolitischen Dialog mit Poli-tik, Wissenschaft und Praxis konsequent fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie ein Sozialstaat ausgestaltet werden kann, der auch unter den Bedingungen des demo-grafischen Wandels, steigender Finanzierungslasten und wachsender Verteilungskonflikte lang-fristig tragfähig und zugleich gerecht bleibt.
Ziel der Veranstaltung war es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und einen strukturierten Austausch über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme zu ermöglichen – jenseits verkürzter Generationenzuschreibungen.
Im Hinblick auf mögliche Lösungsansätze zeigte sich ein differenziertes Bild: Einigkeit bestand darüber, dass der Status quo langfristig nicht tragfähig ist und Reformen notwendig sind. Unterschiede lagen jedoch in der Ausgestaltung dieser Reformen: Während von einigen stärker auf finanzielle Stabilität, wirtschaftliches Wachstum und eine erhöhte Erwerbsbeteiligung abgestellt wurde, hoben andere die Bedeutung von Verteilungsgerechtigkeit, einer breiteren Finanzierungsbasis und effizienterer Strukturen hervor. Ergänzend wurde die Stärkung der „Resilienz“ von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft als zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats betont.
Übergreifend wurde deutlich, dass ein zukunftsfähiger Sozialstaat nur gelingen kann, wenn finanzielle Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliches Vertrauen gleichermaßen berücksichtigt werden.
