Verhandlungen gehen im März weiter

Sicherheitskräfte an Flughäfen: Neues Angebot nicht zustimmungsfähig

Arbeitnehmende

In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Sicherheitskräfte an Flughäfen haben die Arbeitgeber am 8. Februar 2022 ihr Angebot aus der ersten Verhandlungsrunde nur minimal nachgebessert.

Allerdings nur um jeweils 8 Cent pro Erhöhungsschritt. Zusätzlich sollen jetzt auch die Einstiegs- und Probezeitentgelte erhöht werden. Ein Schritt in die richtige Richtung – aber ein zu kleiner Schritt: Die dbb Verhandlungskommission hat das neue Angebot diskutiert und als nicht ausreichend abgelehnt.

Zweites Angebot der Arbeitgeber:

  • Laufzeit 2 Jahre
  • 2 Erhöhungsschritte: 1. Schritt nach Tarifabschluss, 2. Schritt zum 1. Januar 2023
  • Entgeltgruppen I, IV und V (§ 5 LuftSiG, Service qualifiziert und Service): zweimal 0,38 Euro mehr
  • Entgeltgruppen II und III (§§ 8, 9, 9a LuftSiG): zweimal 0,38 Euro mehr; dort, wo das bundesweit höchste Stundenentgelt noch nicht erreicht ist: zweimal 0,48 Euro mehr
  • Einstiegs- und Probezeitentgelte: zweimal 0,48 Euro mehr

Zur Erinnerung: die Forderungen des dbb

  • Erhöhung der Stundenentgelte um 1 Euro für alle Entgeltgruppen
  • Bundesweit gleiches Entgelt für die gleiche Tätigkeit
  • Volles Stundenentgelt schon zu Beginn der Beschäftigung, auch während der Probezeit
  • Entsprechende Erhöhungen für operativ tätige betriebliche Beschäftigte
  • Laufzeit: 12 Monate ab dem 1. Januar 2022
  • Arbeitgeber müssen nachlegen

Volker Geyer, dbb Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber auf, das neue Angebot erneut nachzubessern: „Viele Punkte, die in unserer Forderung enthalten sind, hat die Arbeitgeberseite noch nicht ausreichend berücksichtigt. Die Problematik der unterschiedlichen Bezahlung in den verschiedenen Bundesländern und der teilweise deutlich abgesenkten Einstiegsentgelte wird durch dieses Angebot nicht gelöst. Die Unterschiede sind schlicht ungerecht und müssen beseitigt werden. Außerdem sind auch die verbesserten Erhöhungsschritte nicht ausreichend, gerade bei der angebotenen langen Laufzeit. Hier müssen die Arbeitgeber nachlegen!“

Die Tarifverhandlungen gehen am 1. und 2. März 2022 weiter.          

 

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