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Warnstreiks in Sachsen

Beschäftigte fordern konkretes Angebot

Arbeitnehmende

Der Tarifkonflikt im Sozial- und Erziehungsdienst geht weiter: Am 14. April 2022 kamen in ganz Sachsen hunderte Beschäftigte zu Protestaktionen zusammen.

Weil die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) in der Tarifrunde noch immer kein Angebot vorgelegt hat, rief der Sächsischen Erzieherverband (SEV) zu Warnstreiks auf. Eine Kernforderung des dbb in der Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst ist die Entlastung von Beschäftigten. Besonders durch die Corona-Pandemie und die dadurch anhaltenden Personalausfälle sehen sich unzählige Erzieherinnen und Erzieher psychisch und physisch überlastet. „Es braucht langfristig attraktive Arbeitsbedingungen und Entlastungsmöglichkeiten, um einerseits in Zukunft genug Menschen für den Erzieherberuf zu gewinnen und andererseits das vorhandene Personal weiter zu halten“, forderte Theresa Fruß vom SEV bei der Protestkundgebung in Dresden. Mit der Integration der geflüchteten Kinder aus der Ukraine komme für die strukturell ohnehin chronisch unterbesetzten Einrichtungen eine weitere Herausforderung hinzu, warnte Fruß. Zusätzlich zur personellen Entlastung fordern der dbb und seine im Sozial- und Erziehungsdienst aktiven Fachgewerkschaften insbesondere eine verbesserte Eingruppierung der Erzieherinnen und Erzieher (in die Entgeltgruppe S 8b), eine verbindliche Einführung der Position der stellvertretenden Leitung (Mindesteingruppierung in die Entgeltgruppe S11a) sowie eine Anpassung und Öffnung der Stufenlaufzeit (an die allgemeinen Regelungen und Öffnung der Stufen 5 und 6 für alle Entgeltgruppen im SuE-Bereich). Darüber hinaus setzen sich die Gewerkschaften für eine Honorierung von Qualifizierungen bzw. Fort- und Weiterbildungen und die Anerkennung von Berufstätigkeit und Berufserfahrung ein.

Die dritte und voraussichtlich letzte und entscheidende Runde der Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst findet am 16./17. Mai 2022 in Potsdam statt.

 

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