Geyer im Interview mit der Frankfurter Rundschau„Alle zahlen das dann, auch die Beamten“
Der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer wirbt dafür, die Krankheitskosten von Bürgergeldempfängern endlich durch Steuermittel zu finanzieren.
Derzeit werden diese Kosten nur von den Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getragen. Die Expertenkommission der Bundesregierung hat vorgeschlagen, das über die Steuern zu regeln. „Das ist gerechter. Alle zahlen das dann, auch die Beamten“, sagte dazu dbb-Chef Volker Geyer im Interview mit der Frankfurter Rundschau am 18. April 2026.
Den Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, Beamtinnen und Beamte in die Gesetzliche Rentenversicherung zu zwingen, sei hingegen „Unsinn“. Das wäre teurer als das bisherige System, so Geyer: „Wir reden dabei von mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr. Schließlich müsste der Staat als Arbeitgeber jeden Monat 9,3 Prozent des Einkommens als Rentenversicherungsbeitrag bezahlen. Außerdem müsste die Besoldung zudem um weitere 9,3 Prozent erhöht werden, damit die Beamten ihren Beitrag abführen können.“
Mit Blick auf die Debatte um die Verbeamtung von Lehrkräften, sagte der dbb-Chef: „Ich habe mich neulich mit einem Abgeordneten unterhalten, der seinen Wahlkreis in der Nähe der französischen Grenze hat. Er Der sagte, dass er möchte, dass in Deutschland Lehrerinnen und Lehrer weiterhin verbeamtet sind. Er erlebe, was drüben in Frankreich los ist, wenn Lehrerinnen und Lehrer streiken und möchte das hierzulande nicht.“



