Mutterschutz

Werdende Mütter dürfen nach § 3 Abs. 2 Mutterschutzgesetz (MuSchG) in den letzten sechs Wochen vor der Geburt nicht beschäftigt werden, es sei denn, dass sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklären. Die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden. Nach der Geburt besteht für Wöchnerinnen ein Beschäftigungsverbot bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Entbindung. Nach Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich der Mutterschutz bis auf zwölf Wochen. Bei Frühgeburten und sonstigen vorzeitigen Entbindungen verlängert sich die Schutzfrist nach der Gebutt um den Zeitraum, der von der sechswöchigen Schutzfrist vor der Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnte. Beim Tode ihres Kindes kann die Mutter auf (jederzeit widerrufliches) ausdrückliches Verlangen schon vor Ablauf dieser Fristen, aber noch nicht in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung, wieder beschäftigt werden.Nach Ablauf der Mutterschutzfristen kann Elternzeit in Anspruch genommen werden.

 

Während der Schwangerschaft kann die Beamtin auf Widerruf grundsätzlich nicht entlassen werden. Unwirksam ist eine Entlassung auch dann, wenn die Beamtin auf Widerruf innerhalb von zwei Wochen nach der Zustellung der Entlassungsverfügung dem Dienstherrn die Schwangerschaft mitteilt.

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