(Fach-)Hochschulen für den öffentlichen Dienst

Die (Fach-)Hochschulen für den öffentlichen Dienst sind Hochschulen von Bund und Ländern, die als ressortübergreifende verwaltungsinterne Hochschulen den Nachwuchs für den gehobenen nichttechnischen Dienst in der Verwaltung ausbilden. Die Anwärter sind zugleich Studierende und Beamte auf Widerruf. Abgeschlossen wird das Fachhochschulstudium als Diplom-Verwaltungswirt (FH); in Umsetzung des sog. Bologna-Prozesses wird zunehmend auch der Bachelorgrad verliehen. Geplant ist teilweise die Erweiterung um Master-Studiengänge.

 

An der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (FH Bund) mit Sitz in Brühl wurde am 1. Oktober 1979 der Lehrbetrieb aufgenommen. Zum 1. Oktober 2014 ist aus der Fachhochschule des Bundes die Hochschule des Bundes geworden. Die HS Bund bildet in Brühl eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung. Sie bietet seit 2011 auch einen Masterstudiengang an.

 

Die Hochschule des Bundes gliedert sich in die Fachbereiche Allgemeine und Innere Verwaltung (Brühl), Arbeitsverwaltung (Mannheim, Schwerin), auswertige Angelegenheiten (Berlin), Bundespolizei (Lübeck), Bundeswehrverwaltung (Mannheim), Finanzen (Münster), Landwirtschaftliche Sozialversicherung (Kassel), Kriminalpolizei (Wiesbaden), Nachrichtendienste in die Abteilung für das Bundesamt für Verfassungsschutz (Brühl) und in die Abteilung Bundesnachrichtendienst (Haar bei München) Sozialversicherung (Berlin) und Wetterdienst (Offenbach a. M.).

 

Teilweise sind die internen (Fach-)Hochschulen in den Bundesländern auch externalisiert worden. Sie sind entweder für alle offen – bilden also nicht mehr speziell nur für den öffentlichen Dienst aus – oder sie sind an (Fach-)Hochschulen angegliedert worden. Die Studiengänge bei der zweiten Alternative stehen dann aber weiterhin nur Beamten auf Widerruf offen.

 

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