Mecklenburg-Vorpommern

Zukunftsrat: Qualität öffentlicher Dienstleistungen erhalten

Der Zukunftsrat hat am 9. Februar 2021 mit Verbänden und den Landtagsfraktionen debattiert, wie ein wirtschaftlich fortschrittliches, ökologisch stabiles und sozial gerechtes Mecklenburg-Vorpommern aussehen kann. Der dbb m-v unterstrich dabei die Bedeutung eines funktionierenden öffentlichen Dienstes und zeigte akute Bedarfe auf.

„Damit öffentliche Dienstleistungen bis 2030 und darüber hinaus qualitativ hochwertig für die Bürgerinnen und Bürger erbracht werden können, sind neben den bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung weitere Schritte nötig, um der demografischen Entwicklung und dem Wettbewerb zu widerstehen“, sagte dbb Landesvorsitzender Dietmar Knecht. „Gerade vor dem Hintergrund, dass in den nächsten Jahren etwa ein Drittel aller Bediensteten in den Ruhestand oder Rente gehen. Allein für die Landesverwaltung bedeutet das einen Verlust von 17 000 Menschen und ich fürchte, dass hunderte Stellen nicht wiederbesetzt werden. Dadurch ist die gewohnte gute Qualität in der Daseinsvorsorge in Gefahr. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Ältere hohe Abzüge bei Pension und Rente in Kauf nehmen und vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden.“

Im öffentlichen Dienst des Bundes, des Landes und den Kommunen sowie den privatisierten Dienstleistungsbereichen wie Bahn und Post Mecklenburg-Vorpommerns arbeiten mehr als 100 000 Menschen – verbeamtet oder tarifbeschäftigt. „Diese alle zu motivieren und bei jungen Leuten das Interesse an einem Job im öffentlichen Dienst zu wecken, ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger des Landes“, so Knecht. Hier könne man auch mit der Jobsicherheit punkten.

Weiterhin müsse die öffentliche Hand vertraute Strukturen hinterfragen und Neues wagen. Hierzu gehöre zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf. „Leider reichen so manchem Arbeitgeber und Dienstherrn ein Bildschirm und ein PC als Beleg für Modernität – da haben wir noch viel Arbeit, vor allem Überzeugungsarbeit vor uns - das kann der MV Zukunftsrat mit allen Beteiligten über Legislaturen hinweg voranbringen“, sagte Knecht.

 

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