Wildfeuer: Tarifergebnis muss auch Beamtinnen und Beamten zu Gute kommen

Mit dem Tarifabschluss in Bund und Kommunen ist nach Ansicht der dbb bundesfrauenvertretung in Anbetracht der angespannten Haushaltslage der Kommunen eine solide und vernünftige Lösung erzielt worden. „Mit dem Ergebnis senden die Arbeitgeber auch ein deutliches Signal an die vielen Frauen, die tagtäglich dafür sorgen, dass es in den Kommunal- und Bundesverwaltungen rund läuft. Schließlich stellen sie mehr als die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und tragen damit auch die Hauptverantwortung im Verwaltungsbetrieb“, sagte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung am 3. April 2012.

In einer dritten Verhandlungsrunde hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in der Nacht vom 30. zum 31. März 2012 in Potsdam auf lineare Einkommenssteigerungen von insgesamt 6,4 Prozent, bei einer Laufzeit von 24 Monaten, geeinigt. Wildfeuer erwartet nun eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf den Beamtenbereich: „Nur so erhalten auch die 360.000 Beamtinnen und Beamten im Bundesdienst wieder Anschluss an die allgemeine Lohnentwicklung. Das sind die Dienstherren ihnen mehr als schuldig.“

Die wesentlichen Inhalte der Tarifeinigung umfassen neben den tabellenwirksamen Lohnsteigerungen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende auch eine altersdiskriminierungsfreie Regelung zum Urlaub. Danach erhalten alle Tarifbeschäftigten 29 Tage Erholungsurlaub, mit Vollendung des 55. Lebensjahres aufgrund des steigenden Erholungsbedürfnisses 30 Tage. Außerdem wurden verbindliche Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und Verbesserungen bei der Übernahme von Fahrtkosten zu auswärtigen Berufsschulen vereinbart.

 

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