Knapp 1,6 Millionen Teilzeitbeschäftigte Frauen wünschen sich mehr Arbeit

Wildfeuer: Öffentliche Arbeitgeber müssen Personalstände genau prüfen

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels im öffentlichen Dienst hat die dbb bundesfrauenvertretung auf die ungenutzten Potenziale von Frauen hingewiesen. „1,6 Millionen in Teilzeit beschäftigte Frauen bundesweit wünschen sich, mehr zu arbeiten. Auch im öffentlichen Dienst müssen wir stärker auf die Wünsche der Beschäftigten eingehen, um mögliche Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts zu verhindern. Schließlich sind hier mehr als die Hälfte der Beschäftigten Frauen, die überwiegend in Teilzeitarbeitsverhältnissen tätig sind“, sagte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung am 10. November 2011.

Helene Wildfeuer appellierte an die öffentlichen Arbeitgeber, die Personalstände genau zu überprüfen und Potenziale dort zu fördern, wo sie bereits zu finden sind, bevor Stellen neu ausgeschrieben werden. „Die Dienstherrn sind aufgefordert, die Arbeitszeiten von Teilzeitbeschäftigten aufzustocken, wenn der Wunsch nach Vollzeit besteht und Personalmittel zur Verfügung stehen. Es darf nicht angehen, dass zwar mehr Frauen im öffentlichen Dienst Arbeit finden, sie aber langfristig auf Teilzeitstellen klein gehalten werden“, so die Vorsitzende. Denn Teilzeitarbeit gehe stets noch immer einher mit schlechteren Aufstiegschancen, geringeren Einkommen und auf lange Sicht auch mit niedrigeren Pflegegeldbezügen und Alterssicherungsleistungen.

 

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