54. dbb Jahrestagung:

Wildfeuer: Familienfreundlichkeit entscheidet im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte

„Familienfreundlichkeit ist ein klarer Wettbewerbsvorteil im Ringen um die besten Fachkräfte. Der öffentliche Dienst muss diesen Trumpf schleunigst ausspielen und im Berufsalltag Platz für Familie schaffen. Dazu gehört es, qualifizierte Betreuungsangebote für alle Beschäftigten zugänglich zu machen – ungeachtet ihres Einkommens und angepasst an ihre Arbeitszeiten. Vor allem Beschäftigte im Schichtdienst, aber auch allein Erziehende haben große Probleme, die Kindererziehung mit dem Berufsalltag zu vereinen,“ sagte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung auf der dbb Jahrestagung in Köln am 7. Januar 2013.

Sie bekräftigte damit die Feststellung des Bundesinnenministers Dr. Hans-Peter Friedrich, der mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung „flexible, familienfreundliche Arbeitsplätze als eine Stärke des öffentlichen Dienstes“ hervorhob. „Noch längst nicht ist diese Nachricht in allen Dienststellen angekommen. Die dbb Mitgliedsverbände müssen deshalb noch deutlicher für eine flexiblere, familienorientierte Arbeitsplatzgestaltung in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes streiten“, stellte Wildfeuer fest.

Dazu müssten vor allem die Lebensrealitäten von Frauen stärker in den Fokus der Tarifverhandlungen gerückt werden. „Wenn der öffentliche Dienst Vorbild und Vorteil für Deutschland sein möchte, dann müssen endlich auch die Belange der weiblichen Beschäftigten und deren Ansprüche an ein zufriedenstellendes und erfolgreiches Berufsleben eine zentrale Rolle am Verhandlungstisch spielen“, so Wildfeuer.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung