TV-N ASEAG und TV ESBUS

Weitere Verhandlungsrunde ohne Fortschritte

Am 15. April 2021 hat eine weitere Tarifverhandlungsrunde über die Arbeitsbedingungen im Aachener Nahverkehr bei ASEAG und ESBUS stattgefunden. Auch in dieser dritten Runde haben der dbb, der für seine Mitgliedsgewerkschaft NahVG verhandelt, der Arbeitgeberverband AVN und die Vertreter des Arbeitgebers ASEAG keine Fortschritte erzielt.

Inhalt der Verhandlungen für ASEAG ist die Umsetzung der Tarifergebnisse im Bereich des TV-N NW. Hier geht es insbesondere um die für den öffentlichen Dienst vereinbarten Entgelterhöhungen und die Abschaffung der Entgeltgruppe 5a. Die Arbeitgeberseite hat dem dbb diesbezüglich nach wie vor keinen schriftlichen Vorschlag vorgelegt.

Forderungen für ESBUS abgelehnt

Auch für die Tochtergesellschaft ESBUS gibt es keinen Fortschritt. Hier fordert der dbb eine Annäherung an die Tarifbedingungen bei ASEAG. Zentrale Forderungen sind eine zusätzliche Altersversorgung, die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und die Übernahme der ASEAG-Regelungen zu Pausen, Sonderformen der Arbeit, Jahressonderzahlung und Krankengeldzuschuss. 

Die Arbeitgeber lehnen tarifliche Regelungen hierzu ab. Es seien höchstens betriebliche Vereinbarungen zu Befristungen und Pausen denkbar. Bei Umsetzung der Tarifforderungen müssten die von ESBUS erbrachten Leistungen zu schlechteren Bedingungen extern vergeben werden, befristete Verträge könnten nicht verlängert werden. 

Die dbb Kommission hat klargestellt, dass statt betrieblicher Absprachen feste tarifliche Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen erreicht werden sollen. Aufgrund der Personalknappheit ist der Arbeitgeber darauf angewiesen, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Befristete Verträge nicht zu verlängern, dürfte also nicht ernsthaft in Betracht kommen.

 

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