Einkommensrunde 2014 für Bund und Kommunen:

Warnstreiks in Niedersachsen - 1000 Beschäftigte protestieren in Peine

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Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in ganz Niedersachsen haben am 17. März 2014 an Warnstreiks teilgenommen, in Peine protestierten 1000 auf dem Marktplatz für höhere Einkommen. Damit reagierten sie auf die ergebnislose Vertagung der Tarifverhandlungen am Donnerstag (13. März) in Potsdam. Willi Russ, der für den dbb die Verhandlungen führt, sagte: „Unsere Forderung ist klar: 100 Euro Sockel plus 3,5 Prozent mehr Einkommen. Bis wir ein vernünftiges Angebot bekommen, werden wir unseren Protest auf die Straße tragen.“

„Für alle ist Geld da: Die Banken werden mit Steuermilliarden gerettet, die Industrie wird mit Steuermilliarden entlastet. Nur die einfachen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sollen als Melkkühe der Nation herhalten. Das machen wir nicht mit“, so Russ. „Schon heute ist der Mangel in den Verwaltungen spürbar: Immer neue Aufgaben, immer weniger Personal. Die Überstundenberge wachsen in den Himmel. Und Besserung ist nicht in Sicht. Wie sollen denn junge Menschen für den öffentlichen Dienst begeistert werden? Mit einem befristeten Teilzeitjob, für den sie in der Privatwirtschaft auch noch zehn Prozent mehr Gehalt bekommen würden, bestimmt nicht.“

Der Vorsitzende der komba gewerkschaft niedersachsen, Peter Specke, forderte mehr Wertschätzung für die Beschäftigten: „Der öffentliche Dienst ist ein Erfolgsmodell. Alle Menschen in diesem Land profitieren davon, nicht zuletzt auch die Wirtschaft. Die Bürger wissen das. Es wird Zeit, dass das auch die Arbeitgeber begreifen und den Beschäftigten die verdiente Anerkennung entgegen bringen. Ein ordentlicher Tarifabschluss wäre da ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

 

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